

Berufsbild Croupier
Kopfcroupier
Vollcroupier
American Roulette, Black Jack, Poker
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Essay
Historischer Rückblick
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"Voller Einsatz!"
Arbeitet der Kopfcroupier am Kopfende des Spieltisches, so ist der Vollcroupier am Roulettekessel und zusätzlich am "Kopf" des Spieltisches einsetzbar. Die Bezeichnung Vollcroupier ist ein wenig irreführend, da mit dieser Bezeichnung ein voll ausgebildeter Croupier am Französischen Roulette gemeint ist und nicht etwa ein Croupier, der die komplette Ausbildung für alle im jeweiligen Spielcasino angebotenen Spiele genossen hat.
Doch auch hier geht die Interpretation des Begriffes Vollcroupier von Casino zu Casino verschiedene Wege. Bleiben wir doch erstmal bei der Interpretation Vollcroupier gleich voll ausgebildeter Französisch Roulette Croupier.
Ausbildung Vollcroupier
In der Ausbildung zum Vollcroupier durchläuft der Anwärter erst einmal die gleiche Grundausbildung wie der eben vorgestellte Kopfcroupier (wenn er nicht innerhalb eines speziellen Perfektions- bzw. Weiterbildungskurses zum Vollcroupier ausgebildet wird). Sein Lernpensum ist ungleich höher, da er zusätzlich zu den Fertigkeiten eines Kopfcroupiers spezielle Fähigkeiten erlernen muss, die ihn zur Arbeit am Roulettekessel qualifizieren.
Dazu gehört als wichtigster Punkt die korrekte und sichere Auszahlung der Gewinne. Zusätzlich hat er spezielle, von Spielbank zu Spielbank unterschiedliche, Zahlungsweisen zu erlernen. So verlangen einige Spielbanken grundsätzlich bei einem Plein mit € 20 (Auszahlung € 700) vier einzelne 100er Jetons beizulegen oder er darf grundsätzlich nur Plein und Chevaux zusammen auflegen. Den Varianten sind hier keine Grenzen gesetzt. Sicherlich mit ein Punkt, der die Vereinheitlichung der Ausbildung zum Croupier erschwert. Weiterhin muss er lernen, die Roulettekugel korrekt und nach der vom Spielbankbetreiber und der Aufsichtsbehörde vorgegebenen Mindestumlaufzeit zu werfen (in der Regel mindestens acht Umläufe vor Fall der Kugel).
Manuelles Geschick
Weiterhin muss er die verlangte Umdrehungsgeschwindigkeit des Roulettekessels, die ebenfalls in den Spielbanken in unterschiedlicher Mindestgeschwindigkeit vorgegeben ist, korrekt einhalten können. Hier ist Gefühl gefragt und es braucht seine Zeit bis der Kursant dieses Gefühl verinnerlicht hat.
Die Rateauarbeit, die Arbeit mit dem Rechen, unterscheidet sich ebenfalls stark von der des Kopfcroupiers, da das Rateau des Drehcroupiers länger und schwerer ist. Als "blutiger Anfänger" hat man zuerst so seine Probleme mit dem "Handling". Wert gelegt wird in den Kursen zum Vollcroupier auf das schnelle Umsetzten der durch den Casinogast angegeben Annoncen. Flüssiges, elegantes Arbeiten bei gleichzeitiger voller Konzentration wird den Kursanten als zu erreichendes Ziel vorgegeben. Schließlich steht der Voll- bzw. Drehcroupier im Brennpunkt der Aufmerksamkeit der Casinobesucher.
Perfektionierung im Spielbetrieb
Im Laufe eines Fortbildungslehrgangs zum Vollcroupier, wird der schon erwähnte Kopfcroupier immer wieder einmal im Laufe seiner täglichen Arbeit im realen Spielbetrieb an "die Scheibe" gesetzt, um in seinen neuen Arbeitsbereich hineinzuschnuppern und der Theorie die Praxis folgen zu lassen.
Ungefähr nach zwei Jahren kann man von einem Drehcroupier erwarten, dass er ein "Meister des Spiels" ist und den hohen Anforderungen seiner exponierten Position am Spieltisch in allen Belangen gerecht wird.
Die Ausbildung an weiteren Spielen, insbesondere die Ausbildung zum Black Jack/Amroul-Dealer, finden Sie auf der nächsten Seite.
